Eure Geschichten

Mys­ti­ca #6

In Tempus' Haus

Du siehst, dass Catirros mehrere Pauras im Schlepptau hat. Sie kommen dir immer näher und hetzen tausende Spinnen auf dich. Sie werfen dich um und krabbeln dir übers Gesicht, über die Beine und über den Bauch. Catirros lacht selbstgefällig. Du kreischst. Aber dann nimmst du allen Mut zusammen und machst aus den Spinnen, rote, rosafarbene, blaue und gelbe Blumen. Diese sind sehr schön.

Catirros schreit schmerzerfüllt und schwebt weg. Anscheinend schaden im gute Gedanken. „Das ist gut.“, denkst du dir. Du gehst langsam zur Tür und testest, ob sie auf geht. Aber bevor du raus gehst hörst du eine Stimme. Sie stammt von einem Kind. „Hilfe, Mystica, hilf mir!“, sagt es mit schwacher Stimme.

Du denkst dir nichts böses. Warum sollten die anderen schon da sein? Bestimmt ist es einfach noch eine Prüfung. Du gehst hin und siehst einen kleinen Jungen. Er sitzt zusammengekauert in einer Ecke und schaut ängstlich auf einen Paura, der seinen Mund weit aufgerissen hat. Aus seinem Maul kommen tausende Bienen. Sie schwirren auf den Jungen zu, welcher immer mehr Angst bekommt.

Du setzt dich zu ihm und bemerkst, dass er an sein Zuhause denkt. „Ich vermisse mein Zuhause, meine armen Spinnen, hoffentlich geht es ihnen gut, seit ich so lange Campen war.“ Du hast furchtbare Angst vor Spinnen. Weil es dem Jungen aber zu helfen scheint, gibst du dir einen Ruck und verwandelst die Bienen in krabbelnde, ekelhafte Taranteln. Der Junge scheint erleichtert zu sein. Er lässt die Vogelspinnen lächelnd auf seine Hände krabbeln. „Danke.“, sagt er und geht, nachdem er dich einmal fest gedrückt hat.

Der Paura ist schon längst jaulend davon gelaufen. Du machst die Tür auf und siehst, das drei Pauras deine Freunde festhalten. Du versuchst, einen schönen Gedanken zu erzeugen. Aber der Anblick deiner Freunde lässt dich beinahe in Ohnmacht fallen. Du denkst, es kann nicht schlimmer kommen, da öffnen die Pauras ihre Münder, und du siehst in die angsterfüllten Blicke deiner Freunde. Das ist dir alles zu viel. Das Letzte was du siehst, bevor du zu Boden fällst, ist ein alter Mann mit langem, schneeweißem Bart.

Du wachst in einem gemütlichen Himmelbett auf. Als du aufstehst, bist du in einem riesengroßen Zimmer. Du gehst durch eine goldene Tür und findest dich in einem Flur wieder. Der Mann mit weißem Bart sieht dir in die Augen. Neben ihm stehen Ziello und die anderen. „Hallo, ich bin Tempus“, meint der Mann, „Von mir haben dir deine Freunde ja schon erzählt.“ Ja an Tempus erinnerst du dich. Aber so schnell wie er im Baum der Erkenntnis da war, war er auch schon wieder verschwunden.

„Also,“, sagt Territon begierig, „Was ist passiert?“ Du würdest gerne alles erzählen. Aber der Schreck von vor wenigen Stunden, lässt dich alles durcheinander bringen. „Hey,“, sagt Diavola, „beruhige dich erst einmal und dann erzählst du uns das ganze noch einmal.“ Als du ihnen die ganze Geschichte erzählt hast, starren die dich mit offenem Mund an. „Du bist wirklich die Auserwählte?“, fragt Ziello ehrfürchtig. Du antwortest: „Ja, es scheint so. Aber wir können das nur zusammen schaffen.“ Die anderen nicken zustimmend, und ihr geht nach unten in den Speisesaal. Du staunst nicht schlecht, als du siehst, das alle deine Lieblingsspeisen aufgetischt sind. Du setzt dich hin, und beißt genüsslich in das ganze Essen, das du dir auf den Teller gepackt hast.

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