Politik

Glo­ba­ler Kli­ma­st­reik am Frei­tag, den 24. Sep­tem­ber 2021

#AlleFürsKlima - Der Streiktag  

Zwei Tage vor der Bundestagswahl in Deutschland findet der nächste globale Klimastreik statt. Fridays for Future ruft dazu auf, sich mit bunten Demoplakaten auf den Straßen zu versammeln. Zusammen mit Klimaschützerinnen und Klimaschützern auf der ganzen Welt wollen sie am Freitag, den 24. September, für eine gerechte Klimapolitik und effektiven Klimaschutz streiken. Für eine Zukunft ohne Klimakrise. Die Aktion steht unter dem Hashtag #AlleFürsKlima. Weltweit haben sich schon 118 Länder angekündigt in 1.594 Städten auf die Straßen zu gehen. Beim letzten globalen Klimastreik im März waren etwa 1,6 Millionen Menschen unterwegs. Greta Thunberg wird am Freitag in Berlin sein.   

Seit drei Jahren übt Fridays for Future Druck auf Politikerinnen und Politiker aus. Weltweit vernetzen sich dafür Schülerinnen und Schüler über soziale Netzwerke und machen zusammen auf die Klimakrise aufmerksam. Auf jedem Kontinent läuft das ein bisschen anders ab: 

  • In China (Asien) wird hauptsächlich über das Internet gestreikt. Das Thema Klimaschutz ist keines der Staatsziele und öffentliche Kundgebungen gibt es auch nicht. Dafür wird in anderen Teilen Asiens immer mehr auf die Straße gegangen, zum Beispiel in Indien. Auch auf den Philippinen, in Myanmar und Taiwan gehen einzelne Kinder und Jugendliche streiken. 
  • In afrikanischen Städten stellen Kinder und Jugendliche eher einzeln, und nicht in Massen, Forderungen an die Politik. In Uganda geht es Aktivistinnen und Aktivisten um eine plastikfreie Zukunft. 
  • Kanada hat als erstes Land Gretas Klimastreik unterstützt. Auch in den USA fanden schon in 46 von 50 Bundesstaaten Demonstrationen der Fridays-for-Future-Bewegung statt. Sie fordern von der US-Regierung, den Klimawandel zum nationalen Notfall auszurufen. Auch in Südamerika gehen je nach Aktionsort bis zu 1.500 Menschen auf die Straße.
  • In 30 australischen Städten gehen Aktivistinnen und Aktivisten als Teil von Fridays for Future auf die Straßen. Ebenso wird in Neuseeland an 35 Orten gestreikt. 
  • In Europa ist die Fridays-for-Future-Bewegung bisher am größten. Bis Ende 2019 forderten Kinder und Jugendliche von der Politik in Deutschland, drei ihrer Vorhaben in der Klimapolitik umzusetzen. Bis heute ist nichts passiert. Deswegen machen sich diesen Freitag wieder viele Kinder und Erwachsene in mehr als 300 deutschen Städten dafür stark, das zu ändern. Denn die diesjährigen Bundestagswahlen entscheiden darüber, wie es mit der Klimapolitik in Deutschland weitergehen wird.  

Hier findest du, wo du in deiner Umgebung am globalen Klimastreik teilnehmen kannst.

Was fordert Fridays for Future in Deutschland? 

Im April 2019 haben Fridays for Future Forderungen an die Politik gestellt, damit die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Das besagt, dass die globale Erderwärmung Grenze von 1,5 Grad Celsius nicht überschreiten darf. Vielleicht hast du davon schon mal gehört? Diese Forderungen haben sie in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erarbeitet. Eine sogenannte “Machbarkeitsstudie” am Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie hatte gezeigt: diese Forderungen sind technisch umsetzbar.

Deswegen fordert Fridays for Future... 

… für Deutschland: 

  • 2035 das sogenannte “Netto-Null” zu erreichen. Das bedeutet, dass Treibhausgasemissionen, die durch die Menschen erzeugt werden, aus der Atmosphäre entfernt werden müssen bis der Messwert an CO2 in der Atmosphäre bei null liegt. Das wird “Negativ-Emission” genannt. 
  • Den Kohleausstieg bis 2030 - also keine Kohlekraftwerke mehr, die riesige Mengen CO2 in die Luft stoßen.  
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035. Die Energie, die gewonnen wird, wird dann nur noch durch Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse oder Erdwärme erzeugt.  

… ab sofort:  

  • Unternehmen, die fossile Brennstoffe erzeugen, nicht mehr zu unterstützen. 
  • Ein Viertel der Kohlekraftwerke abzuschalten. 
  • Eine CO2-Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. 

Streiken unter Corona-Regeln

Wenn du zum globalen Klimastreik gehen möchtest, dann solltest du auf jeden Fall in der Menge den Mindestabstand einhalten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen, damit niemand gefährdet wird. Es ist nämlich wichtig, Klimaschutz und Gesundheit zusammenzudenken. Denn nur eine funktionierende Natur schützt die Menschheit auch vor Katastrophen wie einer Pandemie. 

Gehst du am Freitag zum globalen Klimastreik?  

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Eure Kommentare

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Cool! Ich würde gerne hingehen, aber ich habe da noch schule... Und schwänzen will ich auch nicht
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Cool Sehr schön 
Ich glaube ich gehe hin. Ich bin mir zwar noch nicht sicher, da ich wenig Lust habe, Physik nachzuholen, aber habe das Gefühl, dass der Klimastreik wichtiger ist.
Ich weiß noch nicht ob ich hingehe, weil an dem Tag noch was anderes wichtiges ist.