Politik

3. Ok­to­ber - Tag der Deut­schen Ein­heit

Der Weg zum vereinten Deutschland 

Dass am 09. November 1989 die Mauer fiel, war eine Sensation. Endlich war es möglich ungehindert die Grenzen zu überqueren. Vorher war dies für das Volk der DDR undenkbar gewesen. Doch obwohl es keine Mauer zwischen Westen und Osten mehr gab, hieß das noch lange nicht, dass Deutschland wieder eins war. Noch immer gab es zwei deutsche Staaten: Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und die Bundesrepublik Deutschland (BRD). 

Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl.

Viele Deutsche wünschten sich jedoch schon lange eine Wiedervereinigung. Dafür waren viele Verhandlungen und Verträge nötig. Eine besonders wichtige Rolle spielte hierbei der ehemalige Bundeskanzler der BRD, Helmut Kohl. Später wurde er zum ersten Bundeskanzler des vereinten Deutschlands. Am 10. Februar 1990 reiste er nach Moskau um sich mit Michail Gorbatschow zu treffen. Das war der damalige Präsident der Sowjetunion, an die die DDR gebunden war. Bei diesem Treffen stimmte Gorbatschow einer möglichen Wiedervereinigung prinzipiell zu und erkannte Deutschland somit das erste Mal seit Ende des Weltkrieges das Recht zur Selbstbestimmung an.  
Der Stein war ins Rollen gebracht. Man nennt Kohl und Gorbatschow daher auch die „Väter der Einheit“.  

Endlich wieder vereint! 

Doch auch die anderen Siegermächte England, Frankreich und die USA durften nicht übergangen werden. Am 12. September wurde nach langen Gesprächen und Verhandlungen der sogenannte “Zwei-Plus-Vier-Vertrag" in Moskau unterschrieben. Darin stimmten alle vier Siegermächte der Wiedervereinigung zu. Eine Bedingung dafür war zum Beispiel, dass Deutschland nie wieder einen Krieg anfangen darf. Im Großen und Ganzen umfasste der Wiedervereinigungsvertrag unglaubliche 1.000 Seiten! In ihm wurde zum Beispiel auch beschlossen, dass Berlin zur Bundeshauptstadt ernannt wird.  

Am 3. Oktober 1990 war es dann soweit: Die ehemalige Deutsche Demokratische Republik (DDR) schloss sich endgültig der Bundesrepublik Deutschland (BRD) an. Das bedeutet, dass die DDR aufhörte als eigener Staat zu existieren. Von nun an gab es nur noch ein Deutschland. In der Nacht vom 02. Auf den 03. Oktober feierten Hunderte Menschen vor dem Reichstag in Berlin das vereinte Deutschland. Zur DDR gehörten damals die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und auch Teile von Berlin. Zu den bisherigen 11 Bundesländern der BRD kamen also fünf neue dazu. Es wird sogar noch heute von den “neuen Bundesländern” gesprochen.    

Der 03. Oktober ist seither einer der neun gesetzlichen Feiertagen Deutschlands. Das bedeutet, dass alle Einwohner Deutschlands, egal in welchem Bundesland, an diesem Tag frei haben.  

Was weißt du über die Zeit damals? Haben dir deine Eltern vielleicht mal von ihren Erlebnissen erzählt? 

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es hilft mir sehr zu verstehen was früher passiert ist
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Cool
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Das ist echt cool
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es hat mir sehr geholfen da ich das gerade in der schule lerne