Natur und Mensch

Was macht ei­ne Heil­prak­ti­ke­rin?

Welche Aufgaben hast du als Heilpraktikerin?

Nadja: Heilpraktiker haben ein großes Feld an Aufgaben und ähnlich, wie bei Ärzten spezialisiert man sich auf einen bestimmten Bereich, den man gut kann oder der einem besonders viel Freude macht. Heilpraktiker machen unter anderem Pflanzenheilkunde, Homöopathie, Akupunktur+ chinesische Medizin, Ernährungsberatungen, Massagen, Shiatsu, Schröpfen.

Wie sieht dein Berufsalltag aus?

Nadja: Ich habe mich von Anfang an auf die Körperarbeit konzentriert, das heißt Arbeit direkt mit dem Körper des Patienten. Es kommen Menschen zu mir in die Praxis, erzählen mir von ihren Beschwerden und dann entscheiden wir zusammen, was wir machen. Ich mache dann ca. 1-2 Stunden Massagen oder Shiatsu auf einer Matte am Boden. Manchmal sind es auch nur lange Gespräche und ich höre aufmerksam zu oder ich schröpfe den Patienten zum Entgiften.

Mit welchen Beschwerden kommen die meisten Patienten zu dir?

Nadja: Vor allem kommen Menschen mit körperlichen Beschwerden zu mir. Viele haben Rückenschmerzen vom vielen Sitzen am Computer, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schulstress. Manche Patienten haben auch psychische Probleme.

Wie wird man Heilpraktikerin?

Nadja: Ich habe eine dreijährige Ausbildung an einer privaten Schule gemacht. Dort bekommt man ein riesiges Angebot an verschiedenen Heiltherapien beigebracht. Jede Therapie hat ihr Unterrichtsfach, wie in einer normalen Schule. Vor allem haben wir ganz viel über den Körper des Menschen gelernt - von der Zelle bis zum Organ. Natürlich auch ganz viel über alle möglichen Krankheiten, damit wir wissen, was es alles so geben kann. Das ist das große Training für die Abschlussprüfung!

Nach ca.3 Jahren meldet man sich bei einer Prüfung an. Da muss eine schriftliche und eine mündliche Prüfung beim staatlichen Amtsarzt machen. Wenn man beides besteht ist man Heilpraktikerin.

Was macht dir am meisten Spaß an dem Beruf?

Nadja: Mir macht Spaß direkt mit Menschen zu arbeiten. Ich finde es immer wieder toll, dass Menschen so unterschiedlich sind und darum wird mein Job auch nie langweilig. Es ist ein schönes Gefühl, jemanden zu helfen, damit es ihr oder ihm wieder etwas besser geht. Die Klienten sind meistens sehr dankbar und zufrieden, wenn sie meine Praxis verlassen.

Was hältst du von Heilpflanzen?

Nadja: Heilpflanzen sind natürlich ein großartiger Bestandteil unserer Natur. Die Menschheit hat schon früh gewusst, was für eine Kraft in Pflanzen steckt. Sie sind nicht nur hübsch anzusehen auf der Wiese oder im Wald, sondern auch sehr nützlich für uns. Sie können uns bei ganz vielen Krankheiten helfen und unterstützen wieder gesund zu werden.

Durch Versuche wissen wir heute, wie wir sie dosieren sollen, damit sie zum Beispiel bei Halsschmerzen, Husten, Magenschmerzen, Nervosität, Fieber und was es sonst noch so gibt, gesund machen. Vor allem helfen sie auf sanfte Weise und haben in der Regel nur wenig Nebenwirkungen, wenn man sie richtig anwendet.

Was ist der Unterschied zwischen einer Heilprakterikerin und einer Hausärztin?

Nadja: Jeder Hausarzt und jede Hausärztin ist anders, darum ist ist die Frage schwer zu beantworten. Es sind sehr unterschiedliche Berufe und auch die Ausbildung ist eine ganz andere. Generell würde ich sagen, dass ich mir mehr Zeit lasse mit den einzelnen Patienten zu reden.

Ich habe auch bestimmt nicht so viele Patienten an einem Tag, wie ein Hausarzt. Zusätzlich verschreibe ich auch keine Medikamente (das darf eine Heilpraktikerin nicht). Ich mache Empfehlungen zu bestimmten Naturheilmitteln, die sich der Patient dann selbst kauft oder zeige den Patienten Übungen, die Sie zu Hause machen können.

Vielen Dank für das Interview!

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blöd
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 Ich finde das gefährlich. 
Naja, wusste ich noch nicht.